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Aktion-Moses
(hier finden Sie Hilfe und Beratung)

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Sozialdienst katholischer
Frauen Ortsverein
Frankfurt/M.

Kriegkstraße 36, 60326 Frankfurt/M.
Telefon 0 69 / 97 38 23 - 0

http://www.skf-frankfurt.de

Eine Chance für das Leben:
Aktion Moses in Frankfurt

Die Frankfurter 'Aktion Moses' ist ein niedrigschwelliges Hilfs- und Beratungsangebot, das mittels eines Notruftelefons schwangeren Frauen helfen möchte, die gefährdet sind, ihr Baby auszusetzen oder zu töten. Ziel ist es, das Leben des Kindes zu schützen und gleichzeitig der schwangeren Frau in ihrer akuten Lebenskrise Gespräche und Hilfe anzubieten.

 

Erfahrungen seit 2001
Zum Start der Aktion Moses des SkF in Frankfurt im März 2001, wurde der Projekterfolg klar definiert: Wir sind erfolgreich, wenn uns kein Kind übergeben wird. Diese paradoxe Zielsetzung zeigt den hohen Stellenwert der Prävention: „Wir haben uns in einem intensiven Beratungsprozess von den schwierigen Lebensumständen dieser Frauen überzeugen können und verstanden, warum sie sich in der von ihnen als hoffnungslos erlebten Situation nicht für ein Leben mit ihrem Kind entscheiden konnten,“ resümiert Margit Grohmann, Geschäftsführerin des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) in Frankfurt, die Arbeit der Aktion Moses.

 

Das Konzept greift
„Bitte, passen Sie gut auf mein Kind auf!“ Mit diesen Worten legte eine junge Frau ihr drei Tage altes Baby in die Arme einer Moses-Mitarbeiterin. Es fiel ihr sichtlich schwer, sich von dem Kind zu trennen. Sie hatte das Mädchen gestillt und sich um es gekümmert, nach dem sie es alleine geboren hatte. Die junge Frau wirkte verstört, unruhig und ängstlich. Im Vorfeld hatte sie sich mehrmals bei dem kostenfreien Notruftelefon der Frankfurter Aktion Moses gemeldet.

 

Mehr als 6000 Anrufer und Anruferinnen
Das Konzept der Prävention greift und das weiter, als ursprünglich gedacht: Durch die anonyme Beratung am kostenfreien Notruftelefon wurden in den vergangenen drei Jahren fast 6.000 Anrufer und Anruferinnen erreicht. Sie meldeten sich, um sich Rat zu holen bei Schwangerschafts- oder Familienproblemen, bei Fragen erster sexueller Erfahrungen oder ungewollter Schwangerschaft. Überraschend viele Jugendliche wandten sich mit ihren Problemen an das Moses-Telefon. Allerdings waren über die Hälfte aller Telefonate Störanrufe, wobei die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Beschimpfungen, Obszönitäten oder sexuelle Belästigungen massiv mit den Schattenseiten der Gesellschaft konfrontiert wurden. Auch das ist ein Teil des Projektes geworden.

 

Hessisches Modellprojekt
„Es liegen sehr arbeitsreiche und schwierige Zeiten hinter uns,“ resümiert Margit Grohmann, „Die tägliche Projektarbeit hält immer wieder `Fußangeln´ bereit, die neue Problemfelder eröffnen. Wir wollen uns der Herausforderung auch weiterhin stellen, in dem wir Lösungswege für die betroffenen Frauen suchen, aber auch die Ziele und die Umsetzung der eigenen Arbeit immer wieder in frage stellen.“ So erwartet der SkF Frankfurt für die zukünftige Arbeit der Aktion Moses zusammen mit den Kooperationspartnern dem hessischen Sozialministerium, der Stadt Frankfurt und dem Limburger Ordinariat die Klärung der rechtlichen Situation von vertraulicher Geburt und anonymer Abgabe des Kindes und die Initiierung von wissenschaftlicher Begleitforschung, um in einem bundesweiten Netzwerk Qualitätsmaßstäbe zu initiieren und Lösungsmodelle zu erarbeiten.

Obwohl in den vergangenen drei Jahren des hessischen Modellprojektes das Wissen um die betroffenen Frauen mit jedem Kontakt wächst, bleiben noch immer wichtige Fragen unbeantwortet: Warum sehen einige Frauen nur die Möglichkeit, ihr Kind auszusetzen? Warum schaffen es diese Frauen nicht, sich den bestehenden Hilfsangeboten anzuvertrauen? Wie muss ein angemessenes Hilfsangebot für diese Frauen aussehen?