Telefonstatistik
Seit
Beginn des Projektes wird die Notrufnummer stark frequentiert. Die Anliegen
der Anrufer und Anruferinnen sind unterschiedlich: Es sind einerseits
schwangere Frauen, andererseits aber auch Menschen, die ganz andere
Problemsituationen vorbringen. Neben den Test- und Störanrufen
melden sich auch Interessierte, die nähere Informationen über
die Aktion Moses wünschen. Je nach Anfrage stehen die ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen beratend zur Seite oder vermitteln an die zuständigen
Stellen weiter. Hierzu wurde ein eigenes Handbuch entwickelt, in dem
spezifische Hilfsangebote in der Stadt Frankfurt festgehalten sind.
Seit
Beginn des Projektes im März 2001 wurden bis zum 31.12.2003 insgesamt
5801 Anrufe registriert. In den meisten Fällen - bei 5411 Anrufen
- handelte es sich um so genannte Stör- oder Schweigeanrufe. Dies
gehört zu den Schwierigkeiten, mit denen alle kostenfreien Notrufnummern
konfrontiert sind. Gleichzeitig weist die große Zahl der Störanrufe
auf die extreme Belastung hin, der die Mitarbeiterinnen am Moses-Telefon
ausgesetzt sind. Neben häufigen und oft nervenden Scherzanrufen
von Kindern und Jugendlichen kommen auch massive Beschimpfungen und
sexuelle Belästigungen vor. Anrufe von psychisch gestörten
Menschen, Schweigeanrufe und nächtliche Störanrufe von alkoholisierten
Männern machen den Dienst am Telefon oft zu einer schwierigen Aufgabe.
Auch nach "Terroranrufen" (mehr als 20 Anrufe des gleichen
Anrufers hintereinander in kurzer Abfolge mit Schweigen, Beschimpfungen,
Gebrüll oder Rülpsen) fordert es die MitarbeiterInnen immer
wieder auf`s Neue heraus, um der Sache willen auch nach dem x-ten Störanruf
den Hörer abzunehmen. Der nächste Anruf könnte ja auch
ein ernstgemeinter sein.
Über
das Notruftelefon gingen in den vergangenen drei Jahren 390 projektbezogene
Anrufe ein. Hier gaben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 140 Fällen
allgemeine Informationen zum Projekt, zur ehrenamtlichen Mitarbeit,
bei Spendeninteresse und bei Interesse an einer Adoption sowie zur anonymen
Geburt. In 241 Fällen beinhalteten die Anrufe Fragen rund um das
Thema Schwangerschaft, wie z.B. ungewollte Schwangerschaft, Abtreibung,
Probleme und Ängste im Zusammenhang mit der Schwangerschaft, erste
Sexualität etc. 9 Anrufe.
Gesamtstatistik.doc
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